Die Weltpolitik hat derzeit auch auf die Preise an den Tankstellen starke Auswirkungen. Spritsparen lohnt sich derzeit also gleich doppelt: für die Umwelt und fürs Konto. Der einfachste Spritspar-Tipp: Statt Autofahren einfach mal zu Fuss gehen oder aufs Velo steigen. Spart nicht nur Sprit, sondern hält auch noch fit. Muss es doch das Auto sein, hilft eine angepasste Fahrweise. Reduziert man die Geschwindigkeit auf der Autobahn von 120 km/h auf 110 km/h spart man bis zu zehn Prozent. Generell liegt in der Fahrweise das grösste Potenzial. So sollte man - natürlich ohne dabei Gefährliches zu riskieren - nur bremsen, wenn es nötig ist. Jeder Bremsvorgang vernichtet Energie, die man beim Beschleunigen mit teurem Sprit bezahlt hat. Also lieber früher vom Gas gehen als später bremsen. Auch beim Beschleunigen lässt sich sparen. Lieber etwas zügiger, als die Beschleunigungsphase lange hinzuziehen. Beim Handschalter dann einen möglichst hohen Gang verwenden. Der Motor sollte aber nicht angestrengt im Drehzahlkeller vor sich hinstottern. Bei einem Automatik-Wagen übernimmt die Elektronik diesen Job. Falls vorhanden hilft der Eco-Modus Sprit zu sparen. Er sorgt dafür, dass das Getriebe früher hochschaltet und, je nach Modell, beim Rollen in den Leerlauf geht. Zudem wird oft die Gaspedal-Kennlinie angepasst, was sparsames Fahren erleichtert.
Feinschliff am Auto
Zudem kann man am Auto feilen. Unnötiges Gewicht wie Schneeketten (im Sommer) und alles, was man nicht braucht: raus! Das gilt auch für Anbauteile wie Dachträger, die man nicht unnötigerweise mitschleppen sollte. Für ein besseres Fahrverhalten und weniger Verbrauch unbedingt auch den Reifendruck prüfen. Hier ruhig in den oberen Bereich der Herstellerangabe (meist im Türrahmen oder im Tankdeckel zu finden) gehen. So rollt der Reifen besser ab, büsst allerdings etwas an Federungskomfort ein. Wer noch nicht auf Sommerreifen gewechselt hat, sollte dies nun ebenfalls tun. Sommerreifen erzeugen aufgrund ihres Profils weniger Rollwiderstand, was ebenfalls Sprit spart.
Bei Autos mit Luftfederung kann der Wagen per Knopfdruck abgesenkt werden. Vor allem auf der Autobahn reduziert das den Luftwiderstand. Ein weiterer Spar-Faktor. Wer maximal optimieren will, kann auch an seiner Tankstrategie arbeiten. Denn auch wenn es bei steigenden Preisen verführerisch ist, aus Angst vor noch höheren Preisen immer vollzutanken: Der Sprit im Tank ist schwer. 50 Liter Benzin wiegen 36 bis 39 kg. Mit nur halb vollem Tank schleppt das Auto also weniger unnötiges Gewicht mit. Philipp Aeberli