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Patentanmeldungen als Zeichen des Fortschritts

Die Zahl der Patentanmeldungen vermittelt einen Eindruck der Produktivität im Forschungsbereich und gestattet es, die technologische und kommerzielle Verwertung von Wissen global zu messen.


28.06.2022

Patentanmeldungen aus der Schweiz beim EU-Patentamt 2016–2020
Gemäss dem Patentindex 2020 des europäische Patentamts (EPA) wurden im Jahr 2020 weniger Patente aus der Schweiz gemeldet, nämlich 8112 gegenüber 8266 im Vorjahr. Dies entspricht einem Minus von 1,9 Prozent. Der Rückgang war in zwei bedeutenden Technologiefeldern der Schweiz ausgeprägt: Im Bereich der Messtechnik gingen die Patentanmeldungen um 14,4 Prozent zurück, in der Medizintechnik wurden 13,1 Prozent weniger Patente angemeldet. Dafür stieg die Zahl der Patentanmeldungen im Bereich Konsumgüter um 16 Prozent, womit dieser Bereich 2020 den Spitzenplatz einnahm. Auf Platz vier landete der Bereich Elektrische Maschinen, Geräte und Energie mit einem Plus von 4,7 Prozent vor der Biotechnologie, die mit 14,3 Prozent mehr angemeldeten Patenten relativ kräftig wuchs. Quelle: BFS

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Die Patentanmeldungen im Jahr 2018 von Schweizer Erfinderinnen und Erfindern beim PCT (Patent Cooperation Treaty, der internationale Patentzusammenarbeitsvertrag) stammen hauptsächlich aus vier Grossregionen der Schweiz: Zürich, Nordwestschweiz, Genferseeregion und Mittelland. Diese Regionen bilden wichtige technologische Cluster rund um grosse Universitäten und F+E-aktive Industrien, wie zum Beispiel in der Genferseeregion die EPFL oder die Universitäten in Lausanne und in Genf. In der Nordwestschweiz sind in diesem Zusammenhang die Universität in Basel und die grossen Pharmaunternehmen, in der Region Zürich die Eidgenössische Technische Hochschule und die Universität Zürich zu nennen. Quelle: OECD, STI Microdata Lab. Intellectual Prop. Database, Okt. 21 © BFS 2021